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Deutsche Postbank "reduce" 12.05.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) mit dem Rating "reduce" ein.
Die Deutsche Postbank habe sowohl vor Steuern (131 Mio. EUR nach -71 Mio. EUR) als auch nach Steuern (96 Mio. EUR nach 98 Mio. EUR) die Gewinnzone erreicht. So habe der Vorsteuergewinn 131 Mio. EUR nach einem Verlust von 71 Mio. EUR im Vorjahresquartal bzw. nach einem abschreibungsbedingt sehr hohen Verlust von 269 Mio. EUR im vierten Quartal 2009 erreicht. Netto stelle sich der Gewinn auf 96 Mio. EUR (nach 98 Mio. EUR bzw. nach -99 Mio. EUR.).
Der Zinsüberschuss habe im Jahresvergleich um 6% auf 675 Mio. EUR zugelegt. Der Provisionsüberschuss sei um 11% auf 343 Mio. EUR gestiegen. Die Risikovorsorge liege mit 140 Mio. EUR zwar klar unter Q4-09 (308 Mio. EUR), aber gegenüber dem Vorjahr (108 Mio. EUR) konjunkturbedingt höher. Das Handelsergebnis sei mit 83 Mio. EUR weiter im Minusbereich geblieben (nach -107 Mio. EUR Vorjahr bzw. nach -148 Mio. EUR in Q4). Das Finanzanlageergebnis habe dank geringerer Wertberichtigungen und dank Veräußerung von Wertpapieren 28 Mio. EUR erreicht (nach -104 Mio. EUR).
Folgende Kennzahlen seien zu nennen: ROE v. St. 9,7% (nach -5,8%), Cost/Income-Ratio 71,9% (n. 93,1%). Die Kernkapitalquote liege stabil bei 7,8% (n. 7,6% Ende 2009).
Die Deutsche Postbank habe in Q1 den Turnaround fortgesetzt. Dies sei die Folge einer erfreulichen Entwicklung des operativen Geschäftes (Zins- und Provisionsüberschuss) sowie der anhaltend hohen Kostendisziplin. Im klassischen Spargeschäft sei zum einen das Volumen ausgeweitet worden. Zum anderen habe die Deutsche Postbank die Marge wieder verbessern können. So habe die Deutsche Postbank von der gegenüber dem Q1-09 noch steileren Zinsstruktur profitiert. Auch im Wertpapiergeschäft habe die Deutsche Postbank ein anziehendes Geschäft verzeichnet. Ferner seien die Belastungen aus der Finanzmarktkrise verhältnismäßig stark zurückgegangen: auf 98 Mio. EUR (nach 279 Mio. EUR in Q1-09). Positiv zu werten seien auch die Synergieeffekte aus der Deutsche Bank-Kooperation.
Die Belastungen in Q1 seien weiterhin im Handels- und Finanzanlageergebnis zu sehen gewesen (gleichwohl rückläufig). Hier sei der Ausfall der Ambac berücksichtigt. Die Risikovorsorge liege zwar unter dem hohen Wert aus Q4-09, sei aber im Jahresvergleich angestiegen. Die weiter schwierigen Verhältnisse, mitunter auch an den internationalen Immobilienmärkten, seien Gründe hierfür. Falls die Erholung der Weltwirtschaft sich wieder verlangsamen sollte, würden wieder höhere Wertberichtigungen drohen als bisher erwartet (auch aus Altlasten).
Die Aktie der Deutschen Postbank scheiterte in den letzten Wochen erneut mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 25,79 EUR, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Die im Anschluss daran eingeleitete Abwärtsbewegung sei in einem erfolgreichen Test der gewichteten 52-Wochen-Linie gemündet, die aktuell bei 23,38 EUR verlaufe.
Vonseiten der Markttechnik würden derzeit wieder positive Impulse kommen. So könnten die langfristigen Trendindikatoren den Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik weiter ausbauen. Der MACD schneide sogar die Nullachse nach oben. Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden sich stabilisieren und die Aufnahme einer Aufwärts-Bewegungsdynamik signalisieren. Sollte sich diese bestätigen, sei in den nächsten Wochen mit weiteren Ausbruchsversuchen über den Widerstand bei 25,79 EUR zu rechnen. Diesmal könnte der Ausbruch sogar gelingen, womit sich im Anschluss weiteres Potenzial bis 31,50 EUR eröffnen würde. Neuengagements sollten bis dahin jedoch zurückgestellt und bestehende Positionen mit einem Alarm an der 52-Wochen-GDL bei 23,38 EUR versehen werden.
Die Deutsche Postbank komme immer mehr in die Gewinnspur, doch könne die Wende kaum auf die nächsten Quartale fortgeschrieben werden. Die Aktie sei bereits gut bezahlt.
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Deutschen Postbank mit "reduce". Das Kursziel werde weiter bei 23 EUR gesehen. (Analyse vom 12.05.2010) (12.05.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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